Ist ein Matcha Latte gesund?

Matcha enthält von Natur aus Antioxidantien, Aminosäuren und eine kleine Menge Koffein. Das macht das Getränk für viele Menschen zu einer attraktiven Alternative zu Kaffee, auch wenn „gesund“ ein weiter Begriff ist, der von vielen Faktoren abhängt. In diesem Artikel liest du, was genau in Matcha steckt, wie sich das Koffein zu Kaffee verhält und worauf du achten kannst.

Willst du lieber direkt loslegen? Dann sieh dir unser Matcha Latte Rezept oder unser Iced Matcha Latte Rezept an.

Was steckt in Matcha?

Matcha ist fein gemahlener grüner Tee, hergestellt aus den Blättern der Pflanze Camellia sinensis. Der große Unterschied zu normalem grünem Tee liegt in der Art, wie du ihn trinkst: Bei Matcha konsumierst du das ganze Blatt, während du bei aufgegossenem Tee nur den Aufguss trinkst. Dadurch nimmst du mehr von den Nährstoffen des Blattes auf als bei einer gewöhnlichen Tasse grünem Tee.

Matcha enthält unter anderem:

  • Catechine, eine Gruppe von Antioxidantien
  • L-Theanin, eine Aminosäure, die von Natur aus in Teeblättern vorkommt
  • Chlorophyll, verantwortlich für die charakteristische grüne Farbe
  • Eine kleine Menge Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C und Kalium

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Antioxidantien in Matcha: Was sind Catechine?

Catechine sind eine Gruppe von Antioxidantien, die von Natur aus in grünem Tee vorkommen. Eines der bekanntesten ist EGCG (Epigallocatechingallat). Weil du bei Matcha das ganze Teeblatt trinkst statt nur einen Aufguss, enthält eine Tasse Matcha in der Regel mehr Catechine als eine Tasse gewöhnlicher grüner Tee.

Antioxidantien werden in der Ernährungswissenschaft mit dem Neutralisieren freier Radikale im Körper in Verbindung gebracht. Forschung bestätigt, dass Catechine die wichtigste Quelle des antioxidativen Potenzials von Tee sind, auch wenn die genauen Auswirkungen auf die Gesundheit und die Ergebnisse je nach Studie unterschiedlich ausfallen. Matcha ist also kein Wundermittel, aber ein Getränk, das von Natur aus relativ viel von diesen Stoffen enthält.

Koffein in Matcha: Wie verhält es sich zu Kaffee?

Eine Tasse Matcha enthält in der Regel irgendwo zwischen 30 und 70 mg Koffein, abhängig von der Menge des Pulvers und der Qualität. Zum Vergleich: Eine Tasse Filterkaffee enthält im Schnitt rund 80 bis 100 mg Koffein und ein Espresso rund 60 bis 80 mg.

Der Unterschied liegt nicht nur in der Menge, sondern auch darin, wie dein Körper das Koffein aufnimmt. Matcha enthält von Natur aus L-Theanin, eine Aminosäure, von der angenommen wird, dass sie die Aufnahme von Koffein verlangsamt. Das sorgt für eine allmähliche Abgabe statt der schnellen Spitze, die du oft bei Kaffee spürst. Viele Menschen empfinden dies als eine ruhigere, länger anhaltende Energie, ohne den Einbruch, der manchmal auf eine Tasse Kaffee folgt.

Um ein besseres Bild zu bekommen, ist es praktisch, die Koffeinmengen nebeneinander zu stellen:

Getränk Ca. mg Koffein
Matcha Latte (1 Teelöffel Matcha) 30–70 mg
Tasse Filterkaffee 80–100 mg
Espresso 60–80 mg
Tasse normaler (grüner oder schwarzer) Tee 20–50 mg

Wie du siehst, enthält Matcha in der Regel weniger Koffein als eine Tasse Kaffee, aber mehr als eine gewöhnliche Tasse Tee. Die genaue Menge hängt von der Qualität und der Menge des verwendeten Matchapulvers ab: je mehr Pulver, desto höher der Koffeinwert.

Mögliche Aspekte bei Matcha

Matcha lässt sich für die meisten Menschen problemlos mit einer abwechslungsreichen Ernährung kombinieren, aber es gibt ein paar Dinge zu beachten:

  • Koffeinempfindlichkeit. Auch wenn das Koffein in Matcha allmählicher freigesetzt wird, bleibt es Koffein. Bist du empfindlich gegenüber Koffein, kannst du merken, dass auch Matcha deinen Schlaf oder deine Ruhe beeinflusst, besonders bei mehreren Tassen pro Tag.
  • Qualitätsunterschiede. Nicht jeder Matcha ist gleich. Günstigerer Matcha von geringerer Qualität kann mehr Bitterstoffe enthalten und ist oft weniger sorgfältig angebaut und verarbeitet als kulinarische oder zeremonielle Qualität.
  • Schwangerschaft, Medikamente oder Grunderkrankungen. Hast du Fragen zur Koffeinaufnahme während der Schwangerschaft, bei der Einnahme von Medikamenten oder bei einer Erkrankung? Dann wende dich für persönlichen Rat an deinen Arzt oder deine Hebamme.

Ist ein Matcha Latte gesünder als Kaffee?

Ob Matcha „gesünder“ ist als Kaffee, hängt davon ab, was du suchst. Beide Getränke enthalten Koffein und beide werden als natürliche Energiequelle genutzt. Matcha zeichnet sich durch die allmählichere Koffeinabgabe und die Anwesenheit von Catechinen aus dem ganzen Teeblatt aus. Kaffee wiederum enthält seinerseits eigene Antioxidantien und ist für viele Menschen einfach eine Frage des Geschmacks und der Gewohnheit.

Keines von beiden ist per Definition die bessere Wahl. Es ist vor allem eine Frage dessen, was zu deinem Tagesrhythmus und deiner Empfindlichkeit passt.

Häufig gestellte Fragen zu Matcha und Gesundheit
Wie viel Koffein ist in einem Matcha Latte?
Eine durchschnittliche Tasse Matcha, zubereitet mit 1 Teelöffel Matchapulver, enthält etwa 30 bis 70 mg Koffein. Das ist meist etwas weniger als eine Tasse Filterkaffee.
Kann ich jeden Tag Matcha Latte trinken?
Für die meisten gesunden Erwachsenen ist eine Tasse Matcha pro Tag als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung kein Problem. Achte bei mehreren Tassen pro Tag auf deine gesamte Koffeinaufnahme, auch aus anderen Quellen wie Kaffee oder Tee.
Ist Matcha während der Schwangerschaft geeignet?
Matcha enthält Koffein, und die Richtlinien zur Koffeinaufnahme während der Schwangerschaft können je nach Situation unterschiedlich sein. Wende dich für persönlichen Rat immer an deinen Arzt oder deine Hebamme.